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INFORMATIONEN ZUM KLIMAWANDEL


Bedrohungen, die der Klimawandel mit sich bringt

Der Klimawandel wird die globale Umwelt wahrscheinlich erheblich beeinträchtigen. Allgemein gilt, dass das Schadensrisiko umso größer ist, je schneller sich das Klima ändert. Es wird erwartet, dass der mittlere Meeresspiegel bis zum Jahr 2100 um 15 bis 95 Zentimeter ansteigt, was zur Überflutungen tiefliegender Gebiete und anderen Schäden führen wird. Klimazonen (und damit Ökosysteme und landwirtschaftlich genutzte Gebiete) könnten sich in den mittleren Breiten um 150 bis 550 Kilometer zu den Polen verlagern.
Wälder, Wüsten, natürliches Weideland und andere unbewirtschaftete Ökosysteme wären neuen klimatischen Belastungen ausgesetzt. Viele dieser Gebiete würden in der Folge zurückgedrängt oder zerteilt, und einzelne Arten würden aussterben.

Auf die menschliche Gesellschaft kommen neue Risiken und Belastungen zu. Eine globale Gefährdung der Nahrungsmittelversorgung ist wohl nicht zu befürchten, doch werden einige Regionen voraussichtlich unter Nahrungsmittelknappheit und Hungersnot zu leiden haben. Auch die Wasserreserven werden betroffen sein, wenn sich die Niederschlags- und Verdunstungsmuster weltweit ändern. Physische Infrastrukturen könnten Schaden nehmen,
insbesondere durch den Anstieg des Meeresspiegels und extreme Wetterereignisse. Wirtschaftliche Aktivitäten, Siedlungsgebiete und die Gesundheit des Menschen werden auf vielfältige Weise direkt und indirekt in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Armen und Benachteiligten werden am anfälligsten für die Auswirkungen des Klimawandels sein.

BILD DUERRE                  BILD UEBERFLUTUNGEN IN BANGLADESCH



Den Klimawandel verstehen:

Der Treibauseffekt


BILD TREIBHAUSEFFEKT Das Klima der Erde wird durch einen ständigen Fluß von Sonnenenergie bestimmt. Diese Energie gelangt hauptsäclich in Form von sichtbarem Licht zu uns. Etwa 30 Prozent werden sofort in den Weltraum reflektiert, doch die 70 Prozent, die aufgenommen werden, dringen zum gröten Teil durch die Atmosphäre und erwärmen die Erdoberfläche.
Die Erde muß diese Energie in Form von Infrarotstrahlung wieder an den Weltraum
abgeben. Die Erde, die viel kälter als die Sonne ist, gibt die Energie nicht als sichtbares Licht, sondern als Infrarot- oder Wärmestrahlung ab.
"Treibhausgase" in der Atmosphäre verhindern, dass die Infrarotstrahlen auf direktem Weg von der Erdoberfläche in den Weltraum gelangen. Die Infrarotstrahlung kann nicht - wie sichtbares Licht es tut - direkt duch die Luft dringen. Der gröte Teil der abzugebenden Energie wird vielmehr durch Luftströme und Wolken von der Erdoberfläche abtransportiert, bevor er aus Höhen oberhalb der kompaktesten Schichten der Treibhausgashlle in den
Weltraum entweicht.
Die wichtigsten Treibhausgase sind Wasserdampf, Kohlendioxid, Ozon, Methan, Stickoxid und die Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Das Niveau aller wesentlichen Treibhausgase (vielleicht mit Ausnahme von Wasserdampf) steigt als direkte Folge der menschlichen Aktivitäten. Die Emissionen von Kohlendioxid (hauptsächlich aus der Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas), Methan und Distickstoffoxid (aus der
Landwirtschaft und durch geänderte Bodennutzung), Ozon (durch die Auspuffgase von Kraftfahrzeugen) und diverser FCKW (in der Industrie) ändern die Art und Weise, wie die Atmosphäre Energie absorbiert.
All dies geschieht mit unerhörter Geschwindigkeit. Das Ergebnis ist unter dem Begriff "verstärkter Treibhauseffekt" bekannt.

Das Klimasystem muß sich an die steigenden Treibhausgaskonzentrationen anpassen, um den globalen "Energiehaushalt" im Gleichgewicht zu halten. Längerfristig gesehen muß die Erde die Energie ebenso schnell abgeben, wie sie Energie von der Sonne aufnimmt. Da eine dickere Treibhausgasschicht die Energieabstrahlung in den Weltraum verringert, müssen Klimaänderungen eintreten, um das Gleichgewicht zwischen aufgenommener und
abgegebener Energie wiederherzustellen.
Eine der Auswirklungen dieser Anpassung ist die "globale Erwärmung" der Erdoberfläche und der unteren Atmosphäre. Das ist aber nicht alles: Die Erwärmung ist die einfachste Art, wie das Klima den Energieüberschu abbaut.
Doch schon der geringste Temperaturanstieg bedingt viele andere Veränderungen: zum Beispiel in der Wolkendecke und den Windverhältnissen.. Einige dieser Änderungen können zu einer weiteren Erwärmung führen, andere wieder zu einer Abkühlung.


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