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zurueck zur Einfuehrung
Umweltverträglicher
Verkehr
FAQ
Tips fuer: Das Auto, Das Fahrrad, Den Zug
Vergleich verschiedener Verkehrsmittel
Emissionen im Verkehrssektor in der EU
Wie ist das mit kurzen Strecken? Macht es wirklich Sinn, den Bus oder Zug anstelle des Autos zu nehmen?
Ja, es macht definitiv Sinn. Busse und Zuege sind in ihrem Energieverbrauch bis zu fuenf mal so effizient wie Autos. Ausserdem spart es Platz auf den Strassen. Ein Doppeldecker-Bus kann genau so viele Menschen transportieren wie 20 voll beladene Autos und nimmt dabei nur ein Siebtel des Platzes ein. Das hilft, Staus zu vermeiden und die sind ganz besonders schlecht fuer die Umwelt. Wenn die durchschnittliche Geschwindigkeit naemlich von 50 kmh auf Schritttempo von 3.5 kmh sinkt, verbraucht das Auto sechsmal so viel Benzin wie gewoehnlich.
Ab wann macht es Sinn, den Motor waehrend des Wartens abzuschalten?
Es macht schon bei einer Wartezeit von 30 Sekunden im Stau oder an einigen Ampeln Sinn, den Motor auszuschalten. Das ist naemlich der Zeitpunkt, an dem der laufende Motor soviel Benzin verbraucht hat, wie er zum Anlassen benoetigt.
Ist der Verkehrs-Sektor wirklich ein so grosser Luftverschmutzer?
Ja, der Verkehrs-Sektor ist die am schnellsten wachsende Quelle von CO2-Emissionen in der EU. Seit 1985 ist der Ausstoss um 47% angestiegen und es geht so weiter. In Grossbritannien wird ein Anstieg von 22% bis 2010 allein im Auto-Verkehr erwartet, wenn der Trend nicht durch Massnahmen umgekehrt werden kann.
Was kann ich noch tun, um meine Emissionen im Verkehrs-Sektor zu verringern?
Es gibt viele, einfache Moeglichkeiten, um Energie zu sparen und somit seine eigenen Emissionen zu verringern. Ein Beispiel: Gehen sie sicher, dass der Luftdruck ihrer Autoreifen in Ordnung ist. Durch zu geringen Luftdruck in den Reifen steigt der Benzin-Verbrauch des Autos rapide an. Mehr Tipps?
Wie ist das mit Langstrecken? Wie viele Emissionen koennte ich einsparen, wenn ich anstatt des Flugzeugs mit dem Zug in meinen naechsten Urlaub fahre?
Sie koennten eine ganze Menge CO2 einsparen! Ein Zug verbraucht bis zu 70% weniger Energie als ein Flugzeug und verursacht bis zu 85% weniger Luftverschmutzung. Aber im Allgemeinen gibt es viele Umstaende, die einen grossen Einfluss auf die Effizienz verschiedener Verkehrsmittel haben. Um einen Ueberblick zu bekommen sehen sie sich doch unseren Vergleich verschiedener Verkehrsmittel und deren Emissionen an!
Wie viel reisen wir eigentlich im Durchschnitt?
Der Durchschnitt zurueckgelegter Kilometer pro Kopf in der EU lag 1997 bei 12.125 km. Um zu erfahren, wie viel in ihrem Land durchschnittlich gereist wurde, sehen sie sich doch unsere Tabelle zu "Verkehr in der EU" an.
Von allen menschlichen Aktivitäten beeinträchtigt
der Verkehr, insbesondere der motorisierte
Verkehr, die Umwelt in besonderem Maße. Daher ist eine Verbesserung von
umweltverträglichen
Verkehrsmittleln dringend notwendig. Aber auch schon heute kann jeder Einzelne
durch sein
Verhalten maßgeblich zu einer Umweltentlastung beitragen. Mit der Verteufelung
eines
Verkehrsmittels jedoch ist es nicht getan.Vielmehr kommt es auf eine intelligente
Nutzung der
verschiedenen Verkehrsträger und ihre Kombination miteinander an:
Vermeiden Sie unnötige Fahrten mit umweltbelastenden Verkehrsmitteln (Pkw
und Krafträder).
Im Stadtverkehr ist das umweltfreundliche Fahrrad bei Entfernungen bis zu 4
km sogar das
schnellste Verkehrsmittel.
Wählen Sie für Ihre Fortbewegung das jeweils umweltverträglichste
Verkehrsmittel in dieser
Reihenfolge:
1. zu Fuß
2. mit dem Fahrrad
3. mit dem öffentlichen Personen(nah)verkehr
4. mit dem Mofa, Motorrad oder Auto
5. mit dem Flugzeug
Tips rund ums Fahrrad: ![]()
- Fur den alltäglichen Einsatz des Fahrrades ist entscheidend, dass
sie den richtigen
Rad-Typ auswählen. Daneben ist auf eine strassenverkehrstaugliche Ausstattung
und
sinnvolles Zubehör zu achten. Damit kann der Nutzen des Fahrrades erheblich
gesteigert
werden.
- Die Benutzung des Fahrrades ist gesundheitsfördernd. Regelmässige,
tägliche Fahrten
vermitteln Körperbewegung mit einer Beanspruchung von Herz
und Kreislauf.
- Den Kauf eines neuen Fahrrades sollten Sie unter Umweltaspekten nur dann
erwägen, wenn das alte
tatsächlich defekt, nicht gebrauchstauglich oder zu unbequem ist.
- Alte Fahrräder müssen nicht auf den Müll. Über Kleinanzeigen
können Sie sie noch verkaufen
oder verschenken. In vielen Städten bestehen sogenannte Fahrradwerkstätten,
die Ihnen das
ausgediente Fahrrad abnehmen und die Teile wiederverwerten.
Rund um die Bahn:
- Nutzen Sie Vergünstigungen (z. B. Umwelttickets) konsequent aus
und sparen Sie ggfs. den
Zweitwagen ein. Rechnen Sie sich Ihre persönlichen Einsparmöglichkeiten
aus.
- Auch wenn die Fahrtzeit etwas länger dauern sollte, ist ein Verzicht
auf das Auto lohnenswert: In der
Fahrzeit können Sie z. B. beim Lesen der täglichen Zeitung entspannen,
so dass Sie sogar noch Zeit
gewinnen. Die Hektik des Auto fahrens entfällt für Sie.
- Ist bei Ihnen keine Bus- oder Bahnhaltestelle zu Fuß oder mit dem Fahrrad
erreichbar, so nutzen
Sie die Möglichkeiten des Park & Ride.
- Ein Fahrplanheft oder der abgeschriebene Fahrplan zu Hause erleichtert
die Nutzung des ÖPNV sehr.
Viele Nahverkehrsunternehmen bieten inzwischen die Fahrpläne auf Diskette
oder CD-Rom bzw. Internet
an und stellen Ihnen mit ausgefeilten Suchroutinen für Ihre Fahrten die
optimalen Fahrverbindungen
zusammen.
- Inzwischen wurden in mehreren Städten Mobilisationszentralen eingerichtet.Sie
bieten außer
Fahrplanauskünften auch die Vermittlung von Fahrten mit Rufbussen und Sammeltaxen.
Einige dieser
Zentralen arbeiten auch mit Car-Sharing Unternehmen zusammen.
- Ein weiterer Beitrag zur Verringerung des Pkw-Verkehrs sind Car-Sharing
Initiativen. Personen, die nur
gelegentlich ein Auto benutzen wollen, teilen Sich ein solches im Rahmen
eines Zweckverbandes, mit anderen.
- Nutzen Sie auch für Ihre Urlaubsreise Busse und Bahnen als kostengünstige,
umweltschonende und
meist entspannendste Reiseform.
- Wenn Ihr Weg zum Bahnhof zu weit ist, ist eine Alternative "park and ride", das heisst, mit dem Auto bis zum Bahnhof zu fahren, wo im Zuge dieses Angebots immer mehr Parkplaetze zur Verfuegung stehen und von dort aus mit dem Zug weiterzufahren. Das ist eine ganz stressfrei Moeglichkeit, um beispielsweise den Arbeitsweg zurueckzulegen.
- Umweltbewußte Bürger sollten so weit als möglich auf die Benutzung
des Flugzeuges verzichten. Dies gilt vor allem auf den kurzen Flugstrecken.
Wer bei Reiseentfernungen unter 500km auf die Bahn umsteigt, der verbraucht
weniger Energie und produziert weniger Schadstoffe. Und außerdem ist man
oft genauso schnell da, wenn man An- und Abfahrtszeit beim Ein- und Auschecken,
sowie Warteschleifen berücksichtigt.
Autofahren mit Verstand:![]()
- Beim Anfahren
Das Fahrzeug nicht im Stand warmlaufen lassen. Wenn Sie sofort losfahren, erreicht
der Motor am
schnellsten die richtige Betriebstemperatur; dadurch sparen Sie Benzin, vermeiden
schädliche
Abgaskonzentrationen und belästigen Ihre Mitbürger nicht durch Lärm
des laufenden Motors.
- An Bahnübergängen
mit längerer Wartezeit als 30 Sekunden den Motor abstellen, damit vermeiden
Sie Lärm,
schädliche Abgaskonzentrationen und sparen Kraftstoff.
- Dachgepäckträger
erhöhen den Luftwiderstand und kosten deshalb Benzin! Nach Messungen des
ADAC verbraucht
ein Mittelklassewagen bei konstant 130 km/h auf 100 km
mit leerem Dachgepäckträger gut 12%
mit beladenem Dachgepäckträger und
Plane bis zu 20%
mit beladenem Dachgepäckträger ohne
Plane sogar bis zu 25% mehr Benzin!
Überprüfen Sie deshalb, ob der auf dem Dach angebrachte Gepäck-
oder Ski-Träger
tatsächlich dauernd montiert bleiben muss!
- Einkaufsfahrten
in die City sollte man besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln unternehmen:
das kann viel Zeit und Geld (z.B. Parkgebühren) sparen und schont Ihre
Gesundheit und die
Umwelt. Der ADAC hat ausgerechnet, dass an verkaufsoffenen Sonntagen allein
der Parkplatz-
Suchverkehr bis zu 75% des gesamten Strassenverkehrs ausmacht! Im zähflüssigen
Stadtverkehr
mit häufigem Anhalten und Anfahren sind die Abgasemissionen und der Benzinverbrauch
extrem
hoch.
- Eine ausgeglichene Fahrweise
schont die Umwelt und spart Kraftstoff; wer rechtzeitig schaltet und auf
kräftige Brems- und
Beschleunigungsvorgänge verzichtet, vermeidet unnötigen Lärm,
übermässige Abgasemissionen
und kann auf gleicher Strecke bis zu 45% Kraftstoff sparen!
- Die Gänge
nicht zu hoch ausfahren! Legen Sie so oft wie möglich - auch im Stadtverkehr
- den sparsamsten
4. (oder 5.) Gang ein. Wer die Gänge "hochjubelt", belastet seine Umwelt
mit einem Mehrfachen
an Lärm und Abgasen und vergeudet Sprit! Bei 50 km/h konstanter Fahrt verbraucht
ein
Mittelklassewagen z. B. pro 100 km im 2. Gang 7,5 Liter, im 3. Gang 5,5 Liter
und im 4. Gang
4,5 Liter Kraftstoff.
- Grüne Welle:
durch vorausschauendes Fahren nutzen! Der vernünftige Fahrer vermeidet
den "Kavalierstart"
an der Ampel, verzichtet auf den unsinnigen Spurt zwischen den Ampeln und erreicht
folgende Ampel
so, dass er, ohne zurückschalten oder gar anhalten zu müssen, durchfahren
kann.
- Beim Halten
an Bahnschranken, im Stau, bei längerem Ampelstop MOTOR ABSTELLEN; das
spart Benzin
und schont die Umwelt.
- Die Höchstgeschwindigkeit
Ihres Fahrzeuges nie voll ausfahren; das gilt vor allem auf langen Autobahnstrecken.
Sie sparen
dabei Benzin und vermeiden übermäßigen Lärm und Abgasbelastungen;
darüber hinaus
erhöhen Sie auch Ihre Sicherheit und die Lebensdauer Ihres Fahrzeugmotors!
Schon wenn Sie
auf die letzten 5 km/h verzichten, sparen Sie 10% Kraftstoff, bleiben Sie
sogar 20% unter der
möglichen Höchstgeschwindigkeit, sparen Sie schon 30% Ihres Kraftstoffs!
- Der "Kavalierstart"
macht den meisten Lärm und kommt auch sonst teuer zu stehen!
Denn abruptes Gasgeben kostet Kraftstoff, verschleißt die Reifen und belastet
unsere Umwelt
mit viel Abgasen. Der spurtschnelle Fahrer ist zwar schneller an der nächsten
Ampel, doch diese
ist meist auf "ROT", so dass ein erneutes Abbremsen und Wiederanfahren notwendig
wird.
Deshalb: "Kavalierstarts" vermeiden und vorausschauend fahren!
- Kurzstreckenfahrten
mit dem Auto sollten Sie am besten unterlassen! Ein kalter Motor verbraucht
auf solchen Strecken bis zu 40% mehr als normal und verpestet unnötig unsere
Luft! Gehen Sie zum Briefkasten um die Ecke lieber zu Fuß oder benutzen
Sie für den Weg zum Sportplatz, Schwimmbad oder Trimm-Dich-Pfad das
Fahrrad! Das ist nicht nur gesünder, sondern auch umweltfreundlicher!
- Auch im Leerlauf
verbraucht Ihr Fahrzeug Benzin und verschmutzt die Luft. Schon nach einer halben
Minute Leerlauf hat Ihr Motor mehr Abgase produziert als durch Abstellen und
erneutes Anlassen.
- Lückenspringen
kostet Kraftstoff, Nerven und ist umweltschädlich!
Bei einem ADAC-Test auf einer 28 km langen, mit 32 Ampeln versehenen Stadtverkehrsstrecke
benötigte ein eiliger "Lückenspringer" 32 Minuten, ein anderer, vorausschauender
Fahrer nur
7 Minuten länger. Diesen Zeitgewinn bezahlte der Eilige mit einem 40% höherem
Benzinverbrauch hohem Stress (65 Schaltvorgaenge mehr, 13 zusätzliche
Ampelstopps, 25 Bremsungen mehr) 36% mehr Abgasen.
- Auch Mehrgewicht
läßt den Kraftstoffverbrauch und die Abgasemissionen ansteigen: bei
100 kg Zuladung verbrauchen
Sie auf 100 km rund 1 Liter Kraftstoff mehr. Deshalb sollten Sie unnötigen
Ballast vermeiden und
gelegentlich auch den Kofferraum einmal entrümpeln.
- Der Reifendruck
muß stimmen, wenn Sie sicher, umweltschonend und benzinsparend fahren
wollen. Falscher
Reifendruck führt nicht nur zu risikoreicherem Fahren und zum vorzeitigen
Reifenverschleiß,
sondern auch zu höherem Kraftstoffverbrauch: Bei 0,5 bar zu wenig Reifendruck
verbrauchen
Sie 5% mehr Sprit und verursachen entsprechend höhere Abgasemissionen!
Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig den Reifendruck!
- Der Sicherheitsabstand
ist nicht nur für Ihre Verkehrssicherheit wichtig: er hilft Ihnen auch,
umweltfreundlich und
benzinsparend zu fahren; bei ausreichendem Sicherheitsabstand können Sie
auf viele Abbrems-
und Beschleunigungsvorgänge verzichten, die Lärm- und Abgasbelastungen
verursachen und
viel Kraftstoff kosten!
- Staus
sind nicht nur ärgerlich, sondern auch teuer. Sinkt die Durchschnittsgeschwindigkeit
von
50 km/h auf Fußgängertempo (3,5 km/h), so verbrauchen Sie die sechsfache
Kraftstoffmenge.
Nehmen Sie also lieber einen Umweg in Kauf, wenn Sie dadurch flüssiger
vorankommen.
Wenn Sie jedoch in einen Stau geraten sind, so stellen Sie bei längerem
Halten den Motor ab;
Sie sparen dabei nicht nur Benzin, sondern bewahren unsere Umwelt auch vor
schädlichen
Abgaskonzentrationen!
Fahrgemeinschaften:
Durch die gegenseitige Mitnahme von Arbeitskollegen zur Arbeitsstätte werden
Fahrgemeinschaften
gebildet. Fahrgemeinschaften können das Verkehrsaufkommen verringern und
damit den Verkehrsfluss
beschleunigen und die Fahrzeit verkürzen. Die Umweltbelastung sowie der
Energieverbrauch
kann somit gesenkt werden. Darüber hinaus werden die Fahrtkosten für
den einzelnen niedriger.
Sie könnnen bis zu 70% der Kosten sparen.
- Haben Sie mit Ihren Kollegen oder Nachbarn schon einmal die Bildung einer
Fahrgemeinschaft
erörtert? Oft ist auch ein Anschlag am Informationsbrett für Mitarbeiter
hilfreich.
- Übrigens: Die von Ihnen an den Fahrzeughalter geleisteten Zahlungen für
die Mitnahme sind
steuerlich absetzbar. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Finanzamt.
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Mehr Infos ueber Fliegen und Klimawandel - mit der Moeglichkeit, eigene Emissionen vom Flugverkehr zu berechnen. | ![]() |
Hintergrund-Info Verkehr
Verkehr ist die am schnellsten wachsende Ursache von Kohlenstoffdioxid-Emissionen. Besonders der Strassenverkehr erzeugt sehr hohe Emissionswerte - 1998 verursachte allein der Strassenverkehr 20% der totalen Kohlendioxid-Emissionen. Seit 1985 stieg der Energieverbrauch im Verkehrssektor um 47%.
Unsere Gewohnheit laengere Distanzen mit dem Auto zurueckzulegen und unser Beduerfnis nach Konsumguetern, die teilweise ueber lange Wege hinweg transportiert werden muessen, formen Voraussetzungen, die die Verkehrspolitik zu einer der komplexesten ueberhaupt machen. Es muessen Massnahmen ergriffen werden, die die Auswirkungen des Verkehrs auf die Umwelt einzuschraenken. Eine wichtige Massnahme ist, den Verkehr selbst zu reduzieren, zum Beispiel in dem man das Beduerfnis nach Mobilitaet beeinflusst. Zudem muessen effizientere Alternativen zu den momentanen Moeglichkeiten, sich fortzubewegen, geschaffen werden und diese muessen fuer die Oeffentlichkeit zugaenglich und attraktiv gemacht werden. So zum Beispiel der Ausbau von Schienennetzen oder die Unterstuetzung der Forschung fuer neue, effizientere Technologien wie z.B. die der Wasserstoffautos.
Die Nachfrage nach Verkehr ist eng verbunden mit oekonomischem Wachstum. Der Einfluss auf globale Erwaermung, Luftqualitaet, Gesundheit und Laerm zeigt die weitreichenden Einfluesse, die Verkehr auf unser taegliches Leben hat. Erst waehrend der letzten Jahre warf die Diskussion um Nachhaltigkeit die Frage auf, welche Massnahmen getroffen werden muessen, um Verkehr und seinen Einfluss auf die Umwelt zu verringerern.

Die Einfluesse, die Verkehr auf die Umwelt hat sind enorm. Oeffentliche und private Ausgaben, um diese Einfluesse zu vermindern steigen immer weiter an. Die Frage nach Kostenabdeckung ist ein wichtiger Teil der Verkehrs-Politik.
Ein Weg um diese Ausgaben abzudecken ist die Besteuerung. Oeko-Steuern sind mittlerweile in allen Mitgliedsstaaten der EU eingefuehrt worden. Steuern, zum Beispiel auf Brennstoffe - wie die Mineraloelsteuer - sind nicht nur dazu gedacht, die Ausgaben der Regierungen zu kompensieren, sondern auch, um Verkehr zu minimieren, indem die Nachfrage vermindert wird.

Vergleich von verschiedenen Verkehrsmitteln und deren Emissionen auf verschiedenen europaeischen Entfernungen
Es gibt verschiedene Wege zu reisen, die ebenso verschiedene Einfluesse auf die Umwelt haben, verschieden hohe Kosten mit sich bringen und mehr oder weniger Zeit in Anspruch nehmen.
Macht es wirklich Sinn, den Zug statt des Autos zu nutzen? Wieviel CO2-Emissionen kann ich einsparen, wenn ich mit dem Zug statt des Flugzeugs in meinen naechsten Urlaub fahre?
Nachfolgend sehen sie auf verschiedenen Entfernungen, welcher Moeglichkeit jeweils die umweltfreundlichste zu reisen ist.
Amsterdam - London
Die Berechnungen fuer die Strecke Amsterdam - London wurden fuer Flugzeug, Zug, Faehre, Auto und Bus gemacht. Diese Strecke mit dem Bus zurueckzulegen verursaacht die geringsten CO2-Emissionen naemlich 31 g pro Reisender und Kilometer. Mit dem Zug anstelle des Flugzeugs zu reisen kann in diesem Falle mehr als zwei Drittel der Emissionen einsparen (Flugzeug: 170 g pro Reisender und Kilometer; Zug: 52 g pro Reisender und Kilometer). Das Auto verbraucht beinahe die gleiche Menge CO2 wie das Flugzeug (137 pro Reisender und Kilometer). Die Faehre ist in diesem Fall die zweitbeste Moeglichkeit, sie verursacht 47 g CO2 pro Reisender und Kilometer.
Amsterdam - Oslo
Diese Berechnungen wurden fuer Flugzeug, Zug, Faehre und Auto gemacht. In diesem Fall hat der Zug die besten Ergebnisse: er verursacht Emissionen von 49g pro Reisender und Kilometer, die Faehre zwischen Amsterdam und Oslo stoesst 47g CO2 pro Reisendem und Kilometer aus. Auf dieser Strecke ist das Auto soar noch belastender als das Flugzeug (Auto: 170 g CO2 pro Reisendem und Kilometer, Flugzeug: 126 g pro Reisendem und Kilometer. Und wieder kann man mehr als zwei Drittel der CO2-Emissionen einsparen, wenn man den Zug anstelle des Autos benutzt.
Amsterdam - Paris
Diese Berechnungen wurden fuer Flugzeug, Zug, Bus und Auto gemacht. Wieder ist der Zug die umweltfreundlichste Loesung, er stoesst 26 g CO2 pro Reisendem und Kilometer aus, der Bus verursacht mit 26 g beinahe ebenso wenig. Auf dieser Entfernung hat das Auto wieder bessere Werte als das Flugzeug (Auto: 143 g CO2 pro Reisender und Kilometer, Flugzeug: 161 g CO2 pro Reisender und Kilometer). Die Differenz zwischen Zug und Flugzeug ist in diesem Fall sogar noch groesser als zuvor - mit dem Zug stoesst man nur ein Sechstel der Menge des Flugzeugs aus.
Amsterdam - Rom
Ueber diese Distanz stoesst man die groesste Menge CO2 aus, wenn man das Auto (119 g CO2) oder das Flugzeug (118 g CO2) benutzt. Der Bus hat mit 24 g pro Reisendem und Kilometer die besten Werte, der Zug stoesst 67 g CO2 pro Reisendem und Kilometer aus.
In diesen Berechnungen kann man sehen, dass es nur wenig Sinn macht, einen Vergleich fuer durchschnittliche Emissionen, die verschiedene Verkehrsmittel verursachen, zu finden. Spezielle Umstaende haben einen starken Einfluss auf die Emissionen pro Person und Kilometer.
So hat beispielsweise die Anzahl der Insassen verschiedener Verkehrsmittel einen grossen Einfluss. Ein Auto wird haeufig von nur einer Person genutzt, vier Insassen in einem Auto sind aber auch keine Ausnahme. Diese Voraussetzung impliziert eine Spanne zwischen +40% und -60% in den spezifischen Emissionen.
Ausserdem hat die Art des Fahrzeuges einen hohen Eunfluss auf die Ergebnisse. Grosse und kleine Autos differieren in ihren tatsaechlichen Emissionen um mehr als 30%. Ein diesel-betriebenes Auto ist um 10% energieeffizienter als ein mit Bezin angetriebenes Auto, dafuer verursacht das diesel-betriebene Auto aber auch dreimal mehr Emissionen. Einen Wohnwagen zu nutzen erhoeht den Energie-Verbrauch eines Autos um etwa 50%.
Der Energieverbrauch und die Emissionen von elektrisch betriebenen Fahrzeugen (z.B. Zug und Strassenbahn) sind sehr abhaengig von der Art der Elektrizitaet. Europaeische Laender koennen in der durchschnittlichen Energie-Effizienz der verschiedenen Elektrizitaets-Gewinnung um einen Faktor von bis zu 2 differieren. In Hinsicht auf CO2 und andere Emissionen kann der Unterschied sogar noch groesser sein (bis zu einem Faktor von 10).
Im Falle von Flugzeugen spielte ebenfalls der bestimmte Typ eines Flugzeuges eine gross Rolle. Vor allem aber ist die Flulaenge von grossem Einfluss. Auf einem kurzen Flug (250 km) ist der Energieverbrauch und die Emissionen pro geflogenem Kilometer ungefaehr doppelt so hoch wie auf einem Langstreckenflug (3000 km). Das ist auf den hohen Energie-Verbrauch beim Start zurueckzufuehren. Im Allgemeinen kann man sagen, dass der Energieverbrauch bei einem langen Flug vergleichbar mit dem eines mit zwei Personen besetzten Autos (mittelgross, Benzin getrieben) ist. Bei Lanstreckenfluegen (z.B. Athen), oder, wenn ein grosser Umweg auf der Autostrecke vorliegt (z.B. Oslo), ist Flugverkehr sogar geringfuegig weniger umweltbelastend als das Auto, waehrend ueber Kurzstrecken (z.B. Paris) der Autoverkehr um ca. 30% effizienter ist. Fuer Kurzstrecken gilt, dass ein Auto mit der Durchschnittsbestexung von 1,7 Insassen bessere Werte erzielt als ein Flugzeug, das zu 74% besetzt ist. In Hinsicht auf Emissionen wird ein Benzin betriebenes Auto immer besser abschneiden als das Flugzeug.
Zugverkehr ist bei allen Verbindungen effizienter und sauberer als Flugverkehr. Der Energieverbrauch ist 40-70% geringer und die Luftverschmutzung bis zu 85% geringer. Auf Kurzstrecken und mit der angenommenen Auslastung sind Bus und Zug zwei- bis dreimal so effizient wie das Flugzeug, ueber Langstrecken ist die Differenz ein wenig geringer. Die Art der Elektrizitaetsgewinnung hat einen grossen Einfluss, die Emissionen der Zuege in Frankreich betragen nur ein Drittel im Vergleich zu anderen westeuropaeischen Laendern. Dies liegt am hohen Anteil von Atom- und Wasserkraft auf dem franzoesischen Strommarkt.
Alle Berechnungen auf dieser Seite stammen vom "Centrum voor energiebesparing en schone technologie" in den Niederlanden. Die Ergebnisse wurden ueber komplizierte und sehr genaue Berechnungen kalkuliert. Diese Verfahren koennen in "Energy and emission profiles of aircraft and other modes of passenger transport over European distances" vom Centrum vor energiebesparing en schone technologie, 1997 nachgelesen werden.
Verkehr in der EU
| Mitgliedsstaaten | Prozentzahl der durch Verkehr verursachten CO2-Emissionen 1998 | pro-Kopf Emissionen von im Verkehrssektor verursachtem CO2 1998 (in Tonnen Oel-Equivalent) | 1970 im Passagier-Verkehr zurueckgelegte Kilometer (in Mrd.) | 1990 im Personen-Verkehr zurueckgelegte Kilometer (in Mrd.) | 1997 im Personen-Verkehr zurueckgelegte Kilometer (in Mrd.) | pro-Kopf zurueckgelegte Kilometer im Personen-Verkehr 1997 |
| Belgien | 21,6 | 2,55 | 66.1 | 98.1 | 112,9 | 11.069 |
| Daenemark | 21,4 | 2,64 | 41,5 | 68,1 | 81,9 | 15.453 |
| Deutschland | 21 | 2,20 | 519,2 | 818,3 | 872,5 | 10.091 |
| Finnland | 21,4 | 2,35 | 32,9 | 63 | 62,9 | 12.333 |
| Frankreich | 35,7 | 2,28 | 370,9 | 69,1 | 788,9 | 13.440 |
| Griechenland | 21,5 | 1,81 | 19,6 | 68,5 | 87 | 8.286 |
| Grossbritannien | 23,5 | 2,41 | 394,1 | 678,6 | 710,1 | 12.036 |
| Irland | 23,3 | 2,16 | 19,4 | 41,4 | 51,9 | 14.027 |
| Italien | 25,6 | 1,91 | 278,8 | 654,9 | 773,4 | 13.450 |
| Luxemburg | 21,6 (1990) | 10 | 2,6 | 4,6 | 5,5 | 13.750 |
| Niederlande | 19,6 | 2,44 | 85,4 | 160,3 | 180,1 | 11.545 |
| Oesterreich | 32,6 | 2,25 | 48,4 | 79,8 | 87,8 | 10.975 |
| Portugal | 33 | 1,5 | 25,4 | 81 | 126,7 | 12.670 |
| Spanien | 31,9 | 2,09 | 100,3 | 332,1 | 411,3 | 10.446 |
| Schweden | 40,1 | 2,47 | 65,5 | 105 | 109,3 | 12.281 |
| EU 15 | 26.37 | 2,74 | 2070.1 |
3945.8 |
4417.2 |
12,125 |
| Quelle: | UNFCCC | UNFCCC | Eurostat, DG Transport | Eurostat, DG Transport | Eurostat, DG Transport |
Durchschnitt, hoechster Wert, niedrigster Wert
In dieser Tabelle sehen Sie die CO2-Emissionen, die in der EU durch den Verkehrssektor verursacht wurden. In der ersten Spalte werden die prozentualen Anteile des Verkehrssektors von allen CO2-Emissionen gezeigt. Die Anteile liegen zwischen 19,6% in den Niederlanden und 40.1% in Schweden. Der Durchschnitt in der EU liegt bei 26,4%, Mitgliedsstaaten, die unterhalb des Durchschnitts liegen sind: Belgien, Daenemark, Finnland, Deutschland, Griechenland, Irland, Luxemburg und die Niederlande.
In der zweiten Spalte wird gezeigt, wie viele Tonnen CO2 pro Einwohner im Verkehrssektor ausgestossen wurden. Man sieht hier, dass nicht alle Staaten mit einem geringen prozentualen Teil gleichzeitig auch geringe Mengen CO2 ausstossen. Der Durchschnitt aller Mitgliedsstaaten liegt bei 9,4 Tonnen CO2 pro Einwohner. Luxemburg hat den hoechsten CO2-Ausstoss im Verkehrssektor (16,9 Tonnen pro Einwohner), Portugal - mit 5,5 Tonnen pro Einwohner - den geringsten. Laender, die unterhalb des EU-Durchschnittes liegen, sind: Oesterreich, Frankreich, Griechenland, Italien, Portugal, Spanien, Schweden und Grossbritannien.
Die dritte, vierte und fuenfte Spalte zeigen die Entwicklung der anwachsenden Nachfrage nach Verkehr innerhalb der letzten dreissig Jahre. Die Werte sind in Milliarden zurueckgelegten Kilometern im Personenverkehr angegeben und beinhalten keinen Gueterverkehr. Man sieht dass - mit einer kleinen Ausnahme - die Nachfrage nach Mobilitaet immer weiter anstieg. Die einzige Ausnahme ist Finnland - hier wurde es geschafft den Personenverkehr von 1990 bis 1997 um 0,1 Milliarde Kilomter zu verringern. Das Land mit den hoechsten Werten ist Deutschland, das mit den niedrigsten Luxemburg.
Um die Ergebnisse der letzten drei Spalten allgemeingueltiger zu machen, haben wir die Anzahl zurueckgelegter Kilometer im Personenverkehr pro Einwohner berechnet. Die Daenen liegen bei dieser Berechnung mit 12.453 km pro Jahr und Kopf an der Spitze, die Griechen legen die kuerzesten Strecken mit durchschnittlich 8.286 km pro Einwohner zurueck. Der Durchschnitt in der gesamten EU liegt bei 12.125 km pro Kopf und Jahr.